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Trabi Discovery

In unserer Serie "Trabi Discovery" sammeln und konservieren wir Sensationelles, Nostalgisches und Wissenswertes über das Kultauto Trabant.

Trabi Discovery 1

#trabidiscovery 1

Das Präsidium des Ministerrats der DDR beschließt im Jahr 1954 folgende Vorgaben für einen Personenwagen:
- Anzahl der Sitze: 2 Haupt- und 2 Nebensitze
- Maximalgewicht: 600kg
- Kraftstoffverbrauch: 5.5l/ 100km
- Preis: 4.000 M
- Material: Kunststoff für die Karosserie.

Dieser als P50 (P=Personenwagen, 50=500 ccm Hubraum) erwähnte Kleinwagen sollte "dem Mangel an Autos aus volkseigener Produktion abhelfen" und die eigentliche Geschichte des Trabants beginnt...

Trabi Discovery 2

#trabisdiscovery 2

Es sollte noch mehr als vier Jahre dauern, bis der im Ministerratsbeschluss des Jahres 1954 genannte "P50" (P=Personenwagen, 50=500 ccm Hubraum) erschien.

Von November 1957 (Nullserie) bis April 1991 wurden insgesamt fast 3,1 Millionen (3.096.099) Fahrzeuge der Trabant-Baureihe (P50, P60, P601, P1.1) produziert.

Der bekannteste und am längsten produzierte Trabant Typ P601 lief von Juni 1964 bis zum 25.07.1990 mit einer Gesamtproduktionszahl von ca. 2,8 Millionen (2.818.547) Stück von den Bändern des VEB Sachsenring Automobilwerke Zwickau, DDR.

[Quellen: trabi-museum.com, jhk1.de, trabant-original.de, wikipedia.de]

Trabi Discovery 3

#trabidiscovery 3

Schnell merkten die anvertrauten Ingenieure, dass die Vorgaben für diesen „P50“ aus dem Ministerratsbeschluss nur über einen Zwischentyp zu erreichen waren.

Eine sehr bescheidene Grundstoffindustrie in der DDR (abgeschnitten von den traditionellen deutschen Stahlrevieren, z.B. das Ruhrgebiet), sowie der Mangel an Tiefziehblechen für den Karosseriebau, die unter ein Handelsembargo der westlichen Staaten gegen die DDR fielen, erschwerten die Bedingungen für einen (Nachkriegs-)Neustart im Automobilbau in der DDR in besonderem Maße.

Als Ersatz für Karosseriebleche war für den Kleinwagen P50 also von vornherein eine Kunststoffkarosserie vorgesehen.

[Quellen: trabi-museum.com, jhk1.de, ifa-trabant.de, wikipedia.de]

Trabi Discovery

Episode P601#4

Im Jahre 1954, zum Zeitpunkt der Geburt der Idee, einen Kleinwagen mit einer Kunststoffkarosserie zu bauen, waren weder Fahrzeugkonstruktionen noch Produktionseinrichtungen vorhanden.

Daher wurde der in den Jahren 1949-1955 gebaute IFA F8 (Weiterentwicklung des fast baugleichen DKW F8) mit dem bereits 1951 verbauten neuen Kunststoff als Vorlage genommen.

Die Umstellung war deshalb so schnell möglich, weil der IFA F8 eine Karosserie mit Holzgerippe hatte. Somit konnten die erforderlichen Produktionsmittel im einstigen Audi-Werk Zwickau (dann: Automobilwerk Zwickau (AWZ)) selbst hergestellt werden.

Diesem Zwischentyp gab man also die Bezeichnung AWZ P70 „Zwickau“ bzw. ab 1958 Sachsenring P70.

Der P70 wurde größtenteils mit modifizierter Technik des IFA F8 ausgestattet. Das Karosseriegerippe bestand überwiegend aus Holz; die Karosserieteile wurden ausschließlich aus Duroplast gefertigt.  

[Quellen: trabi-museum.com, jhk1.de, ifa-trabant.de, wikipedia.de]

....Fortsetzung folgt....